Wir gedenken der Opfer – 57. Jahrestag des innerdeutschen Mauerbaus

Als das DDR-Regime am 13. August 1961 die Grenze zur Bundesrepublik über Nacht schloss, und somit für fast 40 Jahre die Teilung Deutschlands beförderte, war der Protest der deutschen Linken nicht wahrnehmbar. Als in Folge der Grenzschließung 1000-1300 Personen, die Dunkelziffer liegt wohl weit höher, erschossen, zerfetzt oder von Landminen verstümmelt worden waren, gab es keinen Protest des linken Komplexes. Aber als sich die Zeichen auf Einheit verstärkten, die „Wir sind das Volk“-Rufe immer unüberhörbarer worden, da war die deutsche Linke auf der Straße.


Nicht aber, um den Protestlern im Osten beizustehen, nein, das Ziel ihres Widerstandes war die „Deutsche Einheit“ selbst. So hatte Joschka Fischer als Fraktionsvorsitzender der Grünen im hessischen Landtag gefordert: „Wir sollten das Wiedervereinigungsgebot des Grundgesetzes aus der Verfassung streichen.“


Oskar Lafontaine legte als stellvertretender SPD-Vorsitzender am 18.12.1989 beim Parteitag in Berlin nach: „Wiedervereinigung? Welch’ historischer Schwachsinn!“

In völliger Verkennung der Mehrheitsmeinung in der DDR-Bevölkerung meinte der damalige DGB-Vorsitzende Ernst Breit noch 1989 feststellen zu müssen, dass die deutsche Zweistaatlichkeit „mittlerweile in der politischen Diskussion unumstritten“ sei. Unvergessen ist das Bild der Grünen Claudia Roth, Jutta Ditfurth und Angelika Beer, die selbst im Mai 1990 noch gegen die „Annexion“ der DDR waren, und sich hinter einem „Nie wieder Deutschland“-Spruchband versammelten.


Wir erinnern heute an die unzähligen Opfer der innerdeutschen Grenze, und wir mahnen diejenigen, die mit Schießbefehlen auf Deutsche haben schießen lassen und sich nun rein waschen wollen. Jene, die einst gegen die Grenzöffnung waren, profilieren sich heute, mit der moralischen Keule der One World-Ideologie bewaffnet, unter der Anleitung einer CDU-Kanzlerin zu den Hauptakteuren der illegalen Grenzöffnung unserer Zeit.


Wenn man historisch eines gelernt haben sollte, dann die Devise, dass Linke beim Thema Grenze immer falsch liegen, und das man genau das Gegenteil dessen tun sollte, was sie fordern.
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