Fatale Bildungspolitik: CDU „löst“ Lehrermangel durch Stundenkürzungen

Ab August sollen Sachsens Schüler weniger Unterricht haben. Dann tritt die vom Kultusministerium gestutzte Stundentafel ein, selbst in MINT-Fächern wie Mathematik oder Biologie wird es Kürzungen geben.

Als Grund gibt der Kultusminister die hohen Anforderungen an die sächsischen Schüler an. Zur Vergewisserung, Sachsen hat seit Jahrzehnten die besten Abiturienten, an den fordernden Erwartungen an die Schüler kann es also nicht liegen. Stattdessen spart man mit weniger Unterricht vor allem Lehrerstellen.

Als Vergleich gelten für Minister Piwarz (CDU) die Stundenbelastungen anderer Bundesländer, so z.B. auch Bremen oder Berlin, wo erst kürzlich zwei von drei angehenden Polizeischülern im Deutschdiktat die Note 6 erzielten.

In den Grundschulen wird in Klasse 4 eine Stunde Deutsch und Sport eingespart, in der Oberschule in den Klassen 5 bis 10 sind es insgesamt sieben Wochenstunden weniger. Dafür wird natürlich das Fach Gemeinschaftskunde/Recht für alle Schüler ab der Klasse 7 Pflicht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

An unseren Gymnasien gibt es sechs Stunden weniger. So in Sport und Musik, aber auch in Mathe, Deutsch und Biologie. Gleichzeitig wird auch hier Gemeinschaftskunde/Recht/Wirtschaft ab der 7. Klasse Pflicht.

„Mit seinen Plänen gefährdet der Kultusminister den Bildungsstandort Sachsen. Statt uns an Bundesländer anzugleichen, die jährlich in PISA-Studien hinter uns liegen, sollten wir das Niveau unseres Bildungssektors erhalten und ausbauen. Dieses herumdoktern löst den Lehrermangel nicht, zumal die Lehrpläne der geänderten Stundentafel nicht angepasst wurden. Das heißt, dass die Lehrer den gleichen Stoff in noch weniger Stunden unterbringen müssen. Das scheint der Minister alles nicht bedacht zu haben. Eben typisch CDU“, kommentiert der Dresdner Bundestagsabgeordnete Jens Maier.

Bildung muss ab 2019 in blaue Hand. Es ist Zeit für Veränderung – Zeit für die #AfD!

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